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Profilmüll

Orange-Karotte-Weingumme gabs leider nicht mehr. Eigentlich gibt es das schon seit über einem Jahr in diesem Geschäft nicht. Aber jetzt zu Ostern HÄTTE es ja auf Lager sein können. Wenn es das jetzt aber nicht mehr gibt, dann ist mal wieder eines von den Produkten die ich gerne esse einfach so aus dem Programm gestrichen worden. Obwohl ich die Antwort schon kannte, habe ich natürlich trotzdem nach dem Weingummi gefragt...und mir alternativ eine Ration Sanddornbärchen gekauft. Ist aber irgendwie nicht das gleiche. Meinen Rückweg habe ich parallel zur Einkaufsstraße gewählt, ich hatte einfach keine Lust auf das Gedrängel und Geschiebe durch die überfüllte Innenstadt. So viel Quatsch kann man gar nicht kaufen wie Menschen durch die Straßen schwanken. Konnte mir ja egal sein, ich wankte schließlich hinter den Fassaden herum. Gerüste gab es viele, und irgendwie auch verdammt viele Tropfen die von diesen Gerüsten genau in meinen Nacken tropften. Oder auf den Haaransatz, das ist genauso schön. Über den Markt kam ich, die Stände wurden gerade aber abgebaut. Dennoch brüllten mir einige Stände freundlich ihre Spargelpreise entgegen. Ich habe zwar eigentlich gelernt, wie man Spargel kocht, aber irgendwie bin ich stur geblieben. Weiter zur Probsteikirche und der großen Frage, ob ich dort meine Zahnbürste kaufen sollte oder doch gemeinsam mit den Lebensmitteleinkäufen. „Kirche ganztags geöffnet“ zog mich dann aber in seinen Bann. In der Kirche war ich bisher noch nicht, reinschauen schadet ja nicht. Aber wie das mit Kirchen nun mal gerne so ist, war diese natürlich nicht ganztags geöffnet. Gemeinsam mit einer älteren Dame war ich ziemlich erbost darüber. Sie war aber noch ein wenig wütender darüber als ich, denn es war ja immerhin KARSAMSTAG! Froh, nicht für die Kirchtüren verantwortlich zu sein und ihr womöglich Rede und Antwort zu stehen, gings lieber weiter zu Zahnbürste und Fleisch. Hier ließ es sich dann aber leider doch nicht mehr vermeiden, mitten unter die kaufberauschte Osterschar zu geraten. Augen auf, Musik ein wenig lauter und auf in den Kampf, ran an die Front. Ohne genau zu wissen, wie ich letztendlich vor dem Zahnbürstenregal gelandet bin, hab ich mich dann schnell für eine mit ein wenig grün entschieden. Grün ist gerade irgendwie gut, mein Füller ist grün, meine Pflanzen sind seit teilweise drei Jahren grün, mein Schaal ist auch irgendwie grün. Grün ist gut. Finde ich. Schlange stehen ist dagegen nicht so gut. Kiffen auch nicht (für mich). Letzteres macht man im Laden eh nicht, ersteres leider viel zu oft. Heute hatte ich keine Lust, heute habe ich mich einfach von der Seite reingemogelt. Die Kassiererin tat mir ein wenig leid, die war praktisch die Definition von Stress und hat sich dennoch bemüht, jedem Schlangenmitglied schöne Feiertage zu wünschen. Auch wenn ihr am Tag bestimmt mehr als hundert komische Menschen schöne Tage wünschen, wage ich dennoch daran zu zweifeln, dass ihre Tage dadurch schöner werden als meine. Überhaupt denke ich mir, dass der Wunsch „Einen schönen Tag noch“ an eine Kassierein oder einen Kassierer gerichtet, immer nur sich selbst gilt. Der arme Mensch kommt da die nächsten vier bis sechs Stunden eh nicht mehr raus. Während wir, ich habe mich mal schnell mit den ganze blöden Leuten in der Schlange verbrüdert, also während meine Kumpels und ich da so standen um Hartgeld gegen WC-Gel zu tauschen, moserte ein verwirrter alter Mann vorbei. SPRUCH DES HERREN! Der da oben sitzt ja eh am längeren Hebel, werdet ihr schon noch sehen. Klar werden wir das, oder haben wir schon. Eigentlich wollte ich ihn fragen, ob er sich von Gott wohl verarscht fühlt...aber ich denke er hätte die Frage nicht verstehen wollen. Mit der U-Bahn gings dann wieder nach Hause. In einer rosafarbenen Disney-Tüte schwang ein wenig Schweinefleisch locker am Handgelenk und ich fühlte mich zwischen all den Nordstadtprinzessinnen in der Bahn schon fast wieder heimelich.
Beim Verlassen der Station begann es dann plötzlich zu Schneeregnen. Das war einfach nur super. Als echter Mann aus dem Bergischen (waschbar bei 30°C) bin ich mit allen Arten von Niederschlag groß geworden (vielleicht auch gerade deswegen, auch wenn ich das immer auf meinen Fruchtzwergkonsum geschoben habe) und liebe Regen, je älter ich werde, mehr und mehr. Völlig nass, aber irgendwie glücklich und mit dem Gedanken, dass Sommerregen zwar wärmer ist, dafür aber auch die nasswerdende Erde mehr stinkt, stelle ich fest, dass mein Schlüssel nicht da ist. Nirgends. Hat mich aber auch nicht gestört. Hätte es mich dann aber schon, wäre meine Mitbewohnerin ihrerseits von den Einkäufen noch nicht zurückgekommen.
11.4.08 23:34
 


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